Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Saarland
Adresse: Wilhelm-Heinrich-Straße 9, 66 117 Saarbrücken
Fon : 0681 - 5004-140
Fax : 0681 - 5004-192
e-mail: beratungszentrum@lv-saarland.drk.de
Internet: www.lv-saarland.drk.de

Ansprechpartner: Herr Wolf B. Emminghaus

Adresse: Vollweidstr. 2, 66 115 Saarbrücken
Fon: 0681 - 97642 - 54
Fax: 0681 - 97642 - 90
e-mail: emminghausw@lv-saarland.drk.de


Der DRK-Landesverband Saarland gliedert sich zur Zeit in sieben Kreisverbände und 252 Ortsvereine. Zur Bewältigung seiner vielfältigen Aufgaben waren per 31.12.1999 5.330 freiwillige ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in den verschiedenen Aufgabenfeldern des Verbandes tätig.

Die Arbeit des DRK-Beratungszentrums

Seit 1979 betreut und berät das Psychosoziale Beratungszentrum des DRK Landesverbandes Saarland in Saarbrücken-Burbach Migranten/innen aus den verschiedensten Ländern der Welt. Anfangs waren es die "boat people", die Flüchtlinge aus Vietnam, die vom DRK beraten und unterstützt wurden, heute sind es Menschen, die aus allen Krisengebieten der Welt hier Hilfe suchen.

  • Beratung und Betreuung von Asylbewerber/innen

Der DRK-Landesverband Saarland hat mit Unterstützung der Landesregierung in Sammelunterkünften des Landes (Völklingen und Homburg) und in der Landesaufnahmestelle in Lebach selbst Beratungsstellen eingerichtet. Die DRK-Mitarbeiter/innen helfen bei Alltagsproblemen, tragen zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung bei und bilden ein Bindeglied zwischen Asylbewerbern/innen und Behörden sowie der deutschen Gesellschaft insgesamt. Die DRK-Arbeit hat eine optimale Stabilisierung der Flüchtlinge unter instabilen Bedingungen zum Ziel.

  • Soziale Beratung und Betreuung von Spätaussiedler/innen

Das DRK hält für Spätaussiedler/innen einen sozialen Beratungsdienst vor. Die Mitarbeiter/innen stehen bereit für alle sozialen Fragen und geben Informationen über viele Dinge unserer Gesellschaft, die für eine erfolgreiche Integration der Neubürger wichtig sind. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Vermittlung in Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen und eine psychosoziale Beratung und Betreuung bei der Arbeitssuche bzw. -aufnahme.


Neben Primärhilfen, wie z.B. Kleidung, Babyausstattung, Schulzeug, bietet das DRK eine sozialrechtliche und psychosoziale Beratung an sowie spezifische Therapieangebote für traumatisierte Flüchtlinge, die in ihrer Heimat verfolgt, vergewaltigt oder gefoltert wurden. Dazu gehören insbesondere Flüchtlinge, die auf Grund sog. ethnischer Säuberungen aus dem ehemaligen Jugoslawien vertrieben wurden.

Parallel zur alltäglichen Beratungsarbeit haben sich in den letzten Jahren zwei Schwerpunkte entwickelt, nämlich:

    • die psychotherapeutische Behandlung und psychosoziale Beratung von traumatisierten Flüchtlingen und
    • im Rahmen des DRK Modell-Projektes AHOI (Arbeitsmarktspezifische Handlungs- und Orientierungshilfen zur Integration von Migranten/innen in den Arbeitsmarkt) die Orientierung der Beratungstätigkeit auf Fragen der Berufswahl und der beruflichen Integration.

     

  • Beratung, Betreuung und Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen

Das DRK nimmt sich besonders der Probleme der traumatisierten Flüchtlinge an, denen sowohl psychotherapeutisch als auch psychosozial geholfen wird. Seit April 2000 wird diese Arbeit gefördert durch die Europäische Union. Genauer siehe: (http://www.trauma-netz.drk.de).

Die Arbeit der Berater/innen und Therapeuten/innen geht von der gesamten Lebenssituation der Flüchtlinge aus, die soziale, kulturelle, rechtliche, ökonomische, persönliche und psychologische Aspekte umfasst.
Bei Traumatisierten wirken die immer wiederkehrenden Erlebnisse und Albträume als Hinderungsgrund für die Arbeitsfähigheit und die Arbeitsaufnahme. Die Beratungstätigkeit des DRK zielt darauf ab, diese wieder herzustellen. Außerdem ist die Arbeitsfähigkeit Teil der psychischen Gesundheit und wird somit psychotherapeutisch angestrebt und die Ausübung von Arbeit trägt zur psychischen Gesundung bei. Dabei wirken die Entwicklung der persönlichen Möglichkeiten (durch Psychotherapie und psychologische Beratung) zusammen mit der Öffnung von Möglichkeiten durch psychosoziale Beratung und Kontaktherstellung zum Arbeitsmarkt.
Allgemein gilt, dass eine Traumabehandlung nur möglich ist, wenn der/die Betroffene in Sicherheit ist. Es ist das Dilemma bei vielen, nicht allen, unseren Patienten/innen, dass diese Voraussetzung nicht gegeben ist.

  • Die arbeitsmarktbezogene Tätigkeit des DRK im Rahmen von SEPA

Die SEPA-Beratungsstelle des DRK ist angesiedelt in der Landesaufnahmestelle Lebach in der alle ins Saarland kommende Flüchtlinge registriert werden. Ein Großteil dieser Flüchtlinge verbleibt in der Landesaufnahmestelle in Lebach, andere werden in Dependancen verteilt, die aber weiterhin durch Lebach verwaltet werden.

Das Deutsche Rote Kreuz ist kein Verband, der traditionell im Bereich "Migrationssozialarbeit" tätig ist. Diese Arbeit mit ausländischen Arbeitnehmern war bislang hauptsächlich ein Bereich für Caritas, Diakonisches Werk und Arbeiterwohlfahrt.

Das Deutsche Rote Kreuz hat lange Zeit Erfahrungen in der Flüchtlingsbetreuung und Beratung. Die arbeitsmarktbezogenen Tätigkeiten sind ein neues, abgrenzbares Feld. Die Aktivitäten in Zusammenhang mit AHOI fanden im Rahmen eines Pilotvorhabens statt und wurden danach zurückgefahren.

Die jetzt konzipierten Maßnahmen im Rahmen von SEPA erfordern den institutionellen und personellen Aufbau einer eigenen Projekteinheit, die allerdings räumlich an die DRK-Beratungsstelle in Lebach angegliedert ist.

Das Deutsche Rote Kreuz hat mit Datum 16.05.02 die Stelle für den Beratungsdienst so besetzt, dass sie halbtags durch einen Sozialarbeiter, ausländischer Herkunft, und halbtags durch eine einheimische Sozialarbeiterin besetzt ist. Der Sozialarbeiter ist sogleich mit der anderen Hälfte seiner Stelle für die Sozialpädagogische Betreuung der Maßnahme des Internationalen Bundes (siehe Teilprojekt IB) zuständig. Die Sozialarbeiterin arbeitet mit der anderen halben Stelle im Bereich Rückkehrförderung.

 


 

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