AGEF-SAAR

Am Markt, Zeile 6, 66 125 Saarbrücken
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Fax: 0681 - 302 64 162
Internet: www.agef-saar.de

Ansprechpartner: Dr. H. Schönmeier

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fax 0681 - 302 64 162
e-mail: h.schoenmeier@agef-saar.de

Lageplan


AGEF-SAAR ist einerseits innerhalb des AGEF-Verbundes eine junge Einrichtung, andererseits greift AGEF-SAAR auf die Erfahrungen und MitarbeiterInnen der Arbeitseinheit Entwicklungspolitische Forschung und Beratung zurück, die diese über Jahrzehnte an der Universität des Saarlandes bei der Untersuchung von Phänomenen des sozialen Wandels in Ländern Asiens und Afrikas gesammelt hat. Im Mittelpunkt dieser auf Entwicklungsplanung ausgerichteten Arbeiten stand immer der handelnde Mensch mit seiner kulturellen Prägung und seinen institutionellen Zugehörigkeiten.

Von besonderer Bedeutung war das Themenfeld Flucht und Migration, wobei Untersuchungen sich sowohl auf Erstasylländer als auch auf Fluchtländer in Europa bezogen. Ungewöhnlich für eine universitäre Einrichtung war neben der Beteiligung an konkreten Planungen und Evaluierungen auch die Durchführung von Programmassnahmen für Flüchtlinge in Afrika und Europa.


Themenfeld Flucht und Migration

Seit zwei Jahrzehnten befasst sich die Arbeitsgruppe mit der Flucht- und Migrationsproblematik. Dabei standen in den letzten Jahren folgende Themen im Vordergrund:

  • Planungs- und Beratungsaufgaben im Zusammenhang mit der weltweiten Flüchtlings- und Migrationsproblematik, dem Anwachsen der wirtschaftlich und politisch bedingten Wanderbewegungen von Millionen von Menschen und dem damit zusammenhängenden Zuwanderungsdruck auf Westeuropa und die Bundesrepublik (Stichwort: entwicklungspolitische Flüchtlingspolitik);
  • Flucht und Migration als Folgen und Auslöser sozialer Wandlungsprozesse;
  • Bedingungskonstellationen in Industriestaaten und Herkunftsländern für das Entstehen von Migrationsbewegungen;
  • Flüchtlinge als Teil der weltweiten Migrationsströme (Abgrenzung und politische Behandlung der Problematik);
  • Präventionsmöglichkeiten bei Flucht und Migration;
  • soziale Lage von Migranten/innen und Flüchtlingen in Deutschland;
  • Arbeitsmarktintegration von Migranten/innen, insbesondere auch Flüchtlingen.



Themenfeld Reintegration

Die Reintegration von Flüchtlingen, Vertriebenen, Gast- und Vertragsarbeitnehmern/innen hat in den letzten Jahren an entwicklungspolitischer Bedeutung gewonnen. Einerseits sind in den Ländern des Südens die notwendigen Rehabilitations- und Infrastrukturmaßnahmen für die Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen und für deren Reintegration nur mit großen Schwierigkeiten zu schaffen, andererseits sollen die Rückkehrer in die Lage versetzt werden, sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit wird dieser Prozess von deutscher Seite z.B. durch Mittel für die Verbesserung der Infrastruktur, die Unterstützung von Maßnahmen zum Aufbau von Subsistenzproduktion, die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen in Deutschland oder vor Ort und für Existenzgründungsdarlehen gestützt.

AGEF ist eine der Institutionen, die sich insbesondere der wirtschaftlichen Reintegration von Flüchtlingen und Migranten zuwendet. Hier konnten bei der Reintegration von Bürgerkriegsflüchtlingen der Balkanländer wertvolle Erfahrungen gemacht werden, die derzeit bei der Reintegration von Afghanistanflüchtlingen genutzt werden. AGEF-SAAR ergänzt die diesbezüglichen Aktivitäten der anderen AGEF-Stellen insbesondere durch methodisches IT-Know-how.Die EFB hat in diesem Bereich vor allem Planungsstudien u.a. für die Welthungerhilfe durchgeführt und die Diskussion zu diesem Thema durch die Konferenz "Reintegration in die Arbeitsmärkte der Heimatländer" oder die Moderation des GTZ-Workshops "Bestandsaufnahme und Wirkungsanalyse von Reintegrationsprogrammen" inhaltlich unterstützt.