Konzeptioneller Ansatz der
EP

Das übergeordnete Ziel der EP ist die Verwirklichung eines integrativen Ansatzes. Einerseits sollen präventiv Asylbewerber/innen und Flüchtlinge durch Aus- und Fortbildung, sowie begleitende Hilfen eine Beschäftigungsfähigkeit erlangen. Andererseits soll kurativ durch verstärkte Bemühungen zur Vermittlung in Arbeit mehr Personen eine Beschäftigung in ihrem Heimatland oder in Deutschland finden, die es ihnen ermöglicht, ihren Lebensunterhalt selbst zu erarbeiten.

Im Mittelpunkt des Arbeitsprogramms von SEPA stehen:

(1) Die arbeitsmarktbezogene Beratung mit den Feldern (Wieder-) Herstellung der beruflichen Handlungsfähigkeit, Qualifizierung und Vermittlung in Arbeit

(2) die Förderung schulischer Abschlüsse bei Jugendlichen,

(3) die (Wieder-)Herstellung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit durch

(4) die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses nach Vorliegen der gesetzlichen Bestimmungen und nach entsprechender Vorrangprüfung

(5) die Förderung der Rückkehr durch Rückkehrberatung und -hilfen

(6) die Weiterbildung von Projektpersonal

(7) die stärkere Vernetzung von Unterstützungsstrukturen von Asylbewerbern und Flüchtlingen.

SEPA will dieses Aktionsprogramm darüber hinaus in fünffacher Hinsicht flankieren und absichern:

(8) Erstens durch verschiedene Maßnahmen der Prozessteuerung und Prozessbegleitung

(9) Zweitens durch die systematische Aufarbeitung der im Aktionsprogramm gemachten Erfahrungen.

(10) Drittens durch externe Evaluierung der Aktivitäten der EP, einerseits für den internen Steuerungsbedarf der EP, andererseits um die Vorgaben der Programmbehörde zur externen Evaluation zu erfüllen.

(11) Durch transnationale Kooperation mit der niederländischen Entwicklungspartnerschaft HIT innerhalb der Partnerschaft RAISE! sollen die regionalen Erfahrungen mit der unterschiedlichen rechtlichen, sozialen und Arbeitssituation von Asylbewerber/innen, Bürgerkriegs- und De-facto-Flüchtlingen ausgetauscht und Empfehlungen für die Übernahme der jeweiligen Best-practice-Beispiele erarbeitet werden.

(12) Durch Kooperation mit anderen regionalen Entwicklungspartnerschaften, hier insbesondere der EP "Perspektive plus X" und sektoralen EP des Themenfeldes Asylbewerber/innen sollen die Best-practice-Beispiele regional und sektoral gebündelt werden.

Schlussbemerkung

Der Rat der EU hat am 20.7.2001 eine Richtlinie gebilligt, die die Asylgewährung und den Arbeitsmarktzugang für Asylbewerber/innen verbessern soll. Diese Position der EU weist in eine Richtung, die die bisherige Ausgrenzung von Asylbewerbern und De-facto-Flüchtlingen abmildern oder aufheben wird. Sie setzt ein politisches Zeichen hinsichtlich der politischen Entwicklung in Europa einschließlich der Bundesrepublik Deutschland. Die EP fühlt sich diesem politischen Ziel verbunden und möchte ihren Beitrag durch konkrete berufliche Qualifizierung und politische Lobbyarbeit leisten.